Am 1. Februar 2026 jährt sich der Mord an dem KPD-Genossen Otto Grüneberg zum 95. Male.
Nazis, die dem SA Sturm 33 angehörten, erschossen am 1. Februar 1931 den junge Kommunisten Otto Grüneberg in der Schloßstraße in Berlin-Charlottenburg. Der Genosse Grüneberg starb in der Gaststätte Schloßstr. 22.
Aus Anlass des 95. Jahrestag seiner Ermordung fand eine Kundgebung am 1. Februar 2026, um 11 Uhr vor dem Lokal „Kastanie“ (Schloßstr. 22) in Berlin-Charlottenburg statt.
Redner*innen:
- Max Renkl (Freundeskreis Ernst Thälmann)
- Uwe Hiksch (Naturfreunde Deutschland)
- Timur Sasic (SPD)
- Olivia Schmitt (DKP)
- Christoph Wapler (MdA, Bü 90/Die Grünen)
- Enrico Brehm (Die Linke Charlottenburg)
- N.N. (feministisch antifaschistische Jugendorganisation Charlottenburg, FAJOC)
Musikalische Begleitung: Vorwärts Liederfreunde.
Bericht von Rüdiger Deissler: Otto-Grüneberg-Ehrung 2026
Vor 95 Jahren wurde am 1.2.1931 der Jungkommunist und Aktivist in der ‚Roten Jungfront‘ des illegalisierten Rotfrontkämpferbundes, Otto Grüneberg von Mitgliedern des SA-Sturm 33 (Maikowski) vor seiner Wohnung in der Schlossstraße (im Volksmund wurde dieses damalige rote Arbeiterviertel auch mit Hochachtung „Kleiner Wedding“ genannt) in Charlottenburg erschossen. Er war nicht der erste Tote im antifaschistischen Kampf in Charlottenburg. Mehr als 10.000 Menschen begleiteten seinen Sarg ( und den von Max Schirmer, KPD) zum Friedhof Friedrichsfelde.
Etwa 70 Anwesende hielten bei -7 Grad deutlich mehr als eine Stunde aus bei eisiger Kälte und kämpferischen Reden von insgesamt 8 Rednerinnen und Rednern. (Uwe Bröckl, Vorstand VVN-VdA Berlin; Enrico Brehm, Bezirksvorstand Die Linke; Christoph Wapler, MdA Die Grünen; Olivia Schmitt, DKP, Uwe Hiksch, stv. Landesvorsitzender Die NaturFreunde; Timur Saric, SPD-Bezirksverordneter; Philipp, FaJOC, Max Renkl, Freundeskreis Ernst Thälmann. Musikalisch begleitet wurde die antifaschistische Veranstaltung des Bündnisses unter Federführung der Westberliner VVN-VdA von den VORWÄRTS Liederfreunden mit kämpferischen Liedern der Arbeiterbewegung. Inhaltliche Schwerpunkte der Reden waren die Forderungen nach einem Verbot der AfD, Kampf gegen staatliche Repressionen und den geplanten Um- und Abbau des Sozialstaats, sowie gegen den weiteren Ausbau des staatlichen Repressionsapparates. Ganz wichtig seien alle Aktionen gegen die geplante und schon begonnene Wehrertüchtigung und Kriegsmobilisierung und gegen die irrsinnigen Rüstungsausgaben zu Lasten des Sozialen. Alle jungen Männer wurden aufgefordert den Wehrdienst zu verweigern.
Der Abschlussredner vom Freundeskreis Ernst Thälmann, Max Renkl, forderte dringend dazu auf, im Kampf gegen die Rechtsentwicklung von Gesellschaft und Stadt Trennendes beiseite zu schieben und als Antifaschistinnen und Antifaschisten gegen die reaktionäre Entwicklung in Deutschland zusammenzuarbeiten. Mit dem recht neuen, von Vielen dank ausgeteilter Liedertexte textsicher mitgesungenen Songs „Wir sind das Bollwerk gegen Nazis“ klang die Veranstaltung aus.
Rüdiger Deißler
Ankündigung im Tagesspiegel Charlottenburg-Wilmersdorf
Gedenk-Kundgebung. Im Februar 1931 erschossen Mitglieder der nationalsozialistischen Gruppe „SA-Sturm 33“ in Charlottenburg den 22-jährigen Kommunisten Otto Grüneberg. Er starb in den Räumen des heutigen Gasthauses an der Schloßstraße 22. Draußen steht eine Gedenktafel. Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ und das Kiezbündnis Klausenerplatz organisieren dort jährlich Gedenkveranstaltungen. Die nächste beginnt am Sonntag, 1. Februar, um 11 Uhr. Politiker:innen der Grünen, der SPD, der Linken und der DKP sowie Mitglieder mehrerer Organisationen halten Reden.
Rüdiger Deißler
Fraktion DIE LINKE. Charlottenburg-Wilmersdorf
Sprecher für Bauen und Wohnen, Arbeit, Soziales und Gesundheit
Otto-Suhr-Allee 100
10585 Berlin
Tel.: 030 9029 14911
E-Mail: ruediger.deissler@linksfraktion-cw.de

Rede von Max Renkl (Vorsitzender des Freundeskreises Ernst Thälmann Ziegenhals-Berlin) am 1. Februar 2026 anlässlich des 95. Jahrestages der Ermordung von Otto Grüneberg